Im eigentlichen Sinne ist ein Vielfliegerprogramm dazu gedacht, Vielflieger als Dank mit zusätzlichen Annehmlichkeiten wie gelegentlichen Upgrades, besserem Service oder ähnlichem zu verwöhnen.
Bereits vor einigen Jahren hat die Lufthansa jedoch festgestellt, das sich Vielfliegerprogramme mit wenigen Modifikationen auch hervorragend zur Kundenbindung einsetzen lassen, selbst wenn es sich um Wenigflieger handelt. Auf diese Schiene springen immer mehr Airlines auf, so nun auch Etihad Airways.
Wer bei Etihad Airways nur einen Flug in Pearl Business Class bucht, wird sofort im Vielfliegerprogramm Etihad Guests auf den Silberstatus befördert und darf die zugehörigen Annehmlichkeiten genießen. Wer sogar einen Flug in der Pearl Business Class bucht, bekommt die goldene Vielfliegerkarte. Normalerweise sind für diese Statuslevel 25.000 oder 50.000 Flugmeilen nötig.
Etihad Airways versucht auf diesem Wege zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits möchte man die schlecht gebuchten Premiumklassen füllen und andererseits die Kunden mit den Vielfliegerkarten binden. Ein cleverer Schachzug,d er wahrscheinlich gelingen wird.
Leider werden die Vielfliegerprogramme durch diesen Ausverkauf der Statuslevel deutlich abgewertet, wie man seit geraumer Zeit bei Miles & More sehen kann. Hier sind die Lounges im Flughafen in der Regel überfüllt und der Service schlecht oder nicht vorhanden.
